Blog · Webdesign · Juli 2026

Website selbst machen oder Agentur?Wix/Jimdo gegen Webagentur – der ehrliche Vergleich für KMU

«Das mach ich schnell selbst mit Wix» oder «das lass ich vom Profi bauen»? Beide Wege haben ihre Berechtigung – und beide werden gerne schöngeredet. Hier der faire Vergleich für Schweizer KMU: Kosten über die Jahre, SEO, Eigentum – und wann sich welcher Weg wirklich lohnt. Auch wenn die Antwort mal gegen uns ausfällt.

Veröffentlicht am 20. Juli 2026 · von Lars Donner · Lesezeit ca. 7 Min.

Kurz & ehrlich

Ein Baukasten wie Wix oder Jimdo (ca. CHF 15–40/Monat) ist ideal für eine einfache digitale Visitenkarte, ein kleines Budget oder wenn Du gerne selbst tüftelst. Sobald Du aber bei Google gefunden werden willst, professionell wirken und deine Zeit fürs Kerngeschäft brauchst, spielt eine Agentur ihre Stärken aus: SEO ab Tag 1, Tempo, individuelles Design – und Du gehörst dir selbst, statt einer Plattform. Über fünf Jahre gerechnet ist der Kostenunterschied oft kleiner, als man denkt.

Kurz vorweg: Es gibt nicht «die eine» richtige Antwort

Wer behauptet, Baukästen seien grundsätzlich schlecht oder Agenturen grundsätzlich Geldverschwendung, verkauft dir etwas. Die ehrliche Wahrheit ist: Beide Wege sind für unterschiedliche Situationen gemacht. Die richtige Frage ist nicht «Was ist besser?», sondern «Was passt zu meinem Vorhaben, meinem Budget und meiner Zeit?». Genau darum geht es hier – ohne Schönfärberei in die eine oder andere Richtung.

Was Wix und Jimdo wirklich kosten

Auf den ersten Blick sind Baukästen unschlagbar günstig. Die Business-Pakete von Wix und Jimdo liegen in der Schweiz etwa bei CHF 15 bis 40 pro Monat. Für den Einstieg klingt das nach fast nichts. Der Haken zeigt sich erst über die Zeit: Das ist ein Abo. Du zahlst Monat für Monat, Jahr für Jahr – und in dem Moment, in dem Du aufhörst, ist deine Website offline. In drei Jahren sind rund CHF 540 bis 1'440 zusammengekommen, in fünf Jahren gut das Doppelte.

Der zweite, oft übersehene Kostenblock ist deine eigene Zeit. Eine Baukasten-Seite «macht sich» nicht von selbst: Vorlage aussuchen, Texte schreiben, Bilder aufbereiten, alles ausrichten, bis es auf dem Handy nicht zerfällt. Das sind schnell zwanzig, dreissig Stunden – Zeit, die in deinem Betrieb meist mehr wert ist.

Wann ein Baukasten die richtige Wahl ist

Damit hier kein einseitiges Bild entsteht: Es gibt klare Fälle, in denen wir selbst zu Wix oder Jimdo raten. Ein Baukasten passt gut, wenn …

  • … Du ein sehr kleines Budget hast und erstmal nur überhaupt online sein willst.
  • … Du eine einfache digitale Visitenkarte mit drei bis fünf Seiten brauchst, mehr nicht.
  • … Du technikaffin bist, Spass daran hast und die Zeit, Dich einzuarbeiten.
  • … Du gerade erst gründest und (noch) keine Kundschaft über die Website gewinnen musst.

In diesen Situationen ist ein Baukasten völlig in Ordnung – und ehrlicher, als dir jetzt eine teure Lösung aufzuschwatzen. Wichtig wird der Unterschied erst, wenn die Website arbeiten soll.

Wo Baukästen an ihre Grenzen stossen

Sobald es um Sichtbarkeit und einen professionellen Auftritt geht, zeigen sich die Schwächen der Baukästen:

  • Design von der Stange: Du wählst aus Vorlagen, die tausende andere auch nutzen. Farben und Logo lassen sich anpassen, aber ein wirklich eigenständiger Auftritt, der zu deiner Marke passt, ist kaum möglich.
  • Ladezeit: Baukästen erzeugen oft schweren, überladenen Code. Das bremst die Seite – vor allem auf dem Handy, wo die meisten lokalen Suchen passieren. Langsame Seiten verlieren Besucher und ranken schlechter.
  • SEO mit angezogener Handbremse: Viele technische SEO-Hebel sind bei Baukästen nur eingeschränkt zugänglich. Für ernsthaftes lokales SEO – sauberes Markup, Struktur, Tempo – fehlt der volle Zugriff.
  • Vendor Lock-in: Deine Seite lebt im System des Anbieters. Wechseln heisst neu bauen. Du bist gebunden, solange Du zahlst.
  • Kein echter Support: Läuft etwas nicht, sitzt Du in einer Warteschlange oder in Foren – niemand kennt deinen konkreten Fall.

Was eine Webagentur anders macht

Eine gute Agentur nimmt dir nicht nur die Arbeit ab, sondern baut von Anfang an mit, was ein Baukasten nur mühsam nachrüsten kann:

  • SEO ab Tag 1: Struktur, Ladezeiten, Schema-Markup und lokale Optimierung werden direkt eingebaut, statt später zu flicken.
  • Tempo & Technik: schlanker Code, top Ladezeiten, sauber auf jedem Gerät – die Grundlage, um gefunden zu werden und zu überzeugen.
  • Individuelles Design: ein Auftritt, der nach dir aussieht und nicht nach Vorlage Nummer 47.
  • Du behältst alles: Domain, Code und Inhalte gehören dir. Kein Lock-in, kein Abo-Zwang beim Anbieter.
  • Zeit für dein Kerngeschäft: Du kümmerst Dich um deine Kunden, wir um die Technik – inklusive Wartung und einem Ansprechpartner, der deinen Fall kennt.

Die Kostenwahrheit über fünf Jahre

Rechnen wir es ehrlich durch. Ein Baukasten-Abo für CHF 25 im Monat ergibt über fünf Jahre rund CHF 1'500 – plus deine Arbeitszeit, plus eine Seite, die dir am Ende nicht gehört und technisch limitiert bleibt.

Eine professionelle Seite bei SEEWERK kostet einen Festpreis ab CHF 590 (Starter) bis CHF 2'490 (Premium) – einmalig. Willst Du dich um nichts kümmern, kommt optionales Hosting mit Wartung ab CHF 39/Monat dazu. Über fünf Jahre landest Du damit oft im gleichen Bereich wie ein Baukasten – bekommst dafür aber ein professionelles Ergebnis, das für dich arbeitet, und besitzt es selbst. Und im Vergleich zu klassischen Agenturen, die für dasselbe gern CHF 3'000 bis 7'000 verlangen, sparst Du zusätzlich.

Der Mittelweg: Profi-Qualität zum Festpreis

Genau in dieser Lücke ist SEEWERK zuhause: professionell gebaut wie bei einer Agentur, aber zum planbaren Festpreis statt zum grossen Agenturbudget. Kein Stundensatz-Bluff, keine bösen Überraschungen – Du weisst vorher, was es kostet, und bezahlst erst nach der ersten Vorschau. So bekommst Du die Vorteile der Profi-Lösung (SEO, Tempo, Eigentum, Betreuung) ohne den Preis, der viele KMU sonst zum Baukasten treibt.

Fazit: Für wen sich was lohnt

Nimm den Baukasten, wenn Du eine einfache Präsenz mit kleinem Budget willst, gerne selbst tüftelst und die Website (noch) keine Kunden bringen muss. Nimm die Agentur, wenn Du bei Google gefunden werden willst, professionell auftreten musst, deine Zeit lieber ins Geschäft steckst – und eine Seite willst, die dir gehört. Die meisten KMU, die von ihrer Website wirklich Anfragen erwarten, fahren mit dem zweiten Weg besser. Aber ehrlich bleibt: Es kommt auf dein Vorhaben an, nicht auf ein pauschales «immer so».

Häufige Fragen

Was kostet eine Website mit Wix oder Jimdo wirklich?
Die Business-Pakete von Wix und Jimdo liegen in der Schweiz etwa bei CHF 15 bis 40 pro Monat. Das klingt günstig, summiert sich aber: In drei Jahren sind das rund CHF 540 bis 1'440, in fünf Jahren bis über CHF 2'000 – und Du zahlst dauerhaft weiter, sonst geht die Seite offline. Dazu kommt deine eigene Arbeitszeit, die schnell viele Stunden beträgt.
Kann ich mit einem Baukasten bei Google gut ranken?
Grundsätzlich ja, aber schwerer. Baukästen sind bei Ladezeit, sauberem Code und tiefer SEO-Optimierung eingeschränkt, und lokales SEO braucht Feinschliff, den die Vorlagen nur teilweise zulassen. Für eine einfache «digitale Visitenkarte» reicht das oft. Wer aber gezielt bei Suchen wie «Maler Rapperswil» nach vorne will, ist mit einer sauber und schnell gebauten Seite klar im Vorteil.
Gehört mir meine Wix- oder Jimdo-Website?
Nur, solange Du bezahlst – und Du sitzt im System des Anbieters fest (sogenannter Vendor Lock-in). Ein späterer Umzug auf eine eigene Seite ist mühsam, weil sich Inhalte und Aufbau nicht einfach exportieren lassen. Bei einer Agentur wie SEEWERK gehören Domain, Code und Inhalte dagegen dir – kein Lock-in.
Ist eine Agentur nicht viel teurer?
Kommt darauf an. Klassische Agenturen verlangen für eine KMU-Website oft CHF 3'000 bis 7'000. Bei SEEWERK ist es ein Festpreis ab CHF 590. Über drei bis fünf Jahre gerechnet – inklusive Baukasten-Abo und deiner investierten Zeit – ist eine professionelle Seite oft vergleichbar teuer oder sogar günstiger, bei deutlich besserem Ergebnis.
Kann ich später von Wix zu einer eigenen Seite wechseln?
Ja, aber der Umzug kostet Zeit und Geld: Inhalte müssen neu aufbereitet, die Seite meist von Grund auf neu gebaut werden. Wer schon weiss, dass die Website wachsen und Kunden bringen soll, fährt günstiger, wenn er gleich richtig startet, statt zweimal zu bezahlen.
Wann reicht ein Baukasten wirklich?
Wenn Du ein sehr kleines Budget hast, nur eine einfache Online-Präsenz brauchst, technikaffin bist und Spass sowie Zeit hast, Dich einzuarbeiten – oder wenn Du gerade erst gründest und (noch) keine Kunden über die Website gewinnen musst. Dann ist Wix oder Jimdo völlig in Ordnung. Ehrlich gesagt raten wir in solchen Fällen selbst dazu.

Lars Donner – Gründer von SEEWERK, Wangen SZ. Ich baue Webseiten für KMU am Obersee und Zürichsee zum Festpreis – und sage Dir im Erstgespräch ehrlich, ob sich das für dein Vorhaben lohnt oder ob ein Baukasten reicht. Mehr über mich · Über SEEWERK


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