Was prüft der Webseiten-Check genau?
Fünfundzwanzig Punkte in drei Gruppen. Technik und Sicherheit: ob die Verschlüsselung sauber ist, wie lange das Zertifikat noch gilt, ob eine Umleitung auf HTTPS besteht, ob die Seite unter beiden Adressfassungen antwortet, wie lange sie lädt und ob interne Dateien frei abrufbar sind. Schweizer Pflichten: Impressum, Datenschutzerklärung, Tracking das vor der Einwilligung startet, Schriften von fremden Servern. Google und Handy: Seitentitel, Beschreibung, Hauptüberschrift, strukturierte Daten, robots.txt, Sitemap, Handytauglichkeit, Bilder mit Beschreibung und in zeitgemässem Format.
Kostet der Check etwas, und muss ich mich anmelden?
Nein und nein. Adresse eingeben, dreissig Sekunden warten, Befunde lesen. Ohne Konto, ohne Mailadresse. Nur wenn Du den vollständigen Bericht mit allen Punkten willst, brauchen wir eine Adresse, an die wir ihn schicken können.
Woher weiss ich, dass die Zahlen stimmen und nicht geschätzt sind?
Weil die Seite in diesem Moment wirklich abgerufen wird. Der Fortschrittsbalken zeigt den Schritt, der gerade läuft, nicht eine Animation. Die Ladezeit ist der Mittelwert aus mehreren Messungen, nicht eine einzelne, die zufällig gut oder schlecht ausfällt. Es kommt keine künstliche Intelligenz zum Einsatz: jeder Befund kommt aus einer nachrechenbaren Messung.
Wie lange dauert die Prüfung?
Rund dreissig Sekunden. Langsamer wird es nur, wenn die geprüfte Seite selbst langsam antwortet, und genau das ist dann bereits einer der Befunde.
Meine Webseite ist langsam. Was ist überhaupt ein guter Wert?
Unter einer Sekunde bis zur ersten Antwort wirkt eine Seite flüssig. Zwischen einer und zwei Sekunden merkt man die Verzögerung. Ab drei Sekunden springen messbar viele Besucher ab, bevor überhaupt etwas zu sehen ist. Der Check misst mehrfach und nennt den mittleren Wert, damit ein einzelner Ausreisser das Bild nicht verfälscht.
Braucht meine Webseite in der Schweiz ein Impressum und eine Datenschutzerklärung?
Sobald die Seite gewerblich ist, ja. Das Impressum verlangt das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb, die Datenschutzerklärung das revidierte Datenschutzgesetz. Der Check sucht beide Seiten über den Linktext und über die üblichen Adressen und meldet, wenn eine davon fehlt. Er beurteilt nicht, ob der Inhalt vollständig ist, das ist eine juristische Frage.
Was heisst «Tracking startet ohne Einwilligung»?
Dass Google Analytics, das Meta-Pixel oder ein ähnliches Werkzeug schon Daten sendet, bevor der Besucher zugestimmt hat. Nach dem revidierten Datenschutzgesetz und der DSGVO gehört die Zustimmung davor. Der Check meldet das nur, wenn er ein solches Werkzeug findet und kein Einwilligungswerkzeug erkennt. Ein Tag Manager allein reicht als Beleg nicht, weil er auch nur Zustimmung verwalten kann.
Was ist eine «interne Datei frei abrufbar», und warum ist das schlimm?
Dateien wie composer.json, .env oder ein offener Konfigurationsordner. Sie verraten, welche Bibliotheken in welcher Version laufen, und das ist für einen Angreifer eine Landkarte. Der Check prüft dabei zusätzlich mit einem erfundenen Dateinamen, ob der Server überhaupt zwischen vorhanden und nicht vorhanden unterscheidet, damit keine falsche Meldung entsteht.
Ist der Check auch für eine Seite von Wix, Jimdo oder WordPress sinnvoll?
Ja. Gemessen wird, was der Besucher und Google tatsächlich bekommen, nicht womit die Seite gebaut wurde. Bei Baukästen fallen erfahrungsgemäss vor allem Ladezeit, Bildformate und fehlende Beschreibungen auf, bei WordPress zusätzlich offen liegende Dateien und die Serverkennung.
Was passiert mit der Adresse, die ich eingebe?
Die geprüfte Adresse und das Ergebnis werden protokolliert, damit wir wissen, wie oft das Werkzeug benutzt wird und ob es zuverlässig arbeitet. Ohne Kontaktangabe entsteht daraus kein Kundendatensatz. Details stehen in der
Datenschutzerklärung.
Und wenn Befunde herauskommen — was dann?
Die drei sichtbaren Befunde kannst Du selber angehen, sie sind bewusst so formuliert, dass ein Webmaster damit arbeiten kann. Wenn Du willst, dass jemand es macht, schau bei den
Paketen oder melde Dich. Es gibt keinen automatischen Anruf und keine Mailserie, nur weil Du hier etwas geprüft hast.
Ich habe noch gar keine Webseite. Bringt mir der Check etwas?
Für den Check brauchen Sie eine bestehende Adresse, sonst gibt es nichts zu messen. Wenn Sie ganz am Anfang stehen, ist die Reihenfolge wichtiger als die Prüfung: erst die Domain sichern, dann die Geschäftsmail, dann das Google-Profil. Das steht Schritt für Schritt in der
Anleitung für neu gegründete Firmen.