Blog · Auswertung · Oktober 2026

644 Firmenwebseiten aus der Region geprüft

Was in der March, in Einsiedeln und im Linthgebiet gut läuft, und welche Lücken am häufigsten sind

Wie steht es um die Webseiten der Betriebe bei uns in der Gegend? Statt zu raten, haben wir nachgemessen: 644 Firmenwebseiten an einem einzigen Tag, nach denselben Regeln. Das Ergebnis ist besser als der Ruf, und die häufigste Lücke kostet nichts, wenn man sie kennt.

Veröffentlicht am 1. Oktober 2026 · von Lars Donner · Lesezeit ca. 6 Min.

Kurz & ehrlich

Zwei von drei Firmenwebseiten aus der Region haben keine der Lücken, nach denen wir gesucht haben. Neun von zehn haben keinen groben Fehler. Die häufigste Lücke ist unsichtbar: Bei 29 Prozent fehlt die Beschreibung, die Google unter dem Treffer zeigt. 8 Prozent binden noch einen Google-Analytics-Code ein, der seit Juli 2023 nichts mehr zählt. 5 Prozent sind nicht für das Handy eingerichtet. Fast alles davon lässt sich in den Einstellungen der eigenen Seite gratis beheben.

Wie wir gemessen haben

Grundlage sind die öffentlichen Mitgliederverzeichnisse von acht Gewerbevereinen zwischen Lachen, Einsiedeln und Eschenbach. Daraus kamen 663 Webadressen von Betrieben. Banken, Versicherungen, Gemeinden und grosse Ketten haben wir weggelassen, weil ihre Seiten zentral gebaut werden.

Am 1. Oktober 2026 haben wir jede Startseite abgerufen und nur Punkte gezählt, die jeder selbst im Browser oder im Quelltext nachprüfen kann. 644 Seiten waren erreichbar, sie bilden die Grundlage der Prozentzahlen. Die Ladezeit haben wir bewusst nicht gewertet: Sie hängt stark vom Anbieter ab, bei dem eine Seite liegt, und weniger von der Firma. Einzelne Ergebnisse veröffentlichen wir nicht, keine Firma wird genannt.

Die Ergebnisse auf einen Blick

PunktAnteil
Keine Beschreibung für Google29 %
185 Seiten
Nur alter Google-Analytics-Code (zählt seit Juli 2023 nichts mehr)8 %
54 Seiten
Titel fehlt, sagt nichts («Home») oder ist ein Platzhalter5 %
34 Seiten
Nicht für das Handy eingerichtet5 %
32 Seiten
Keine automatische Umleitung auf die verschlüsselte Fassung3 %
22 Seiten
Besucher landen unverschlüsselt («Nicht sicher»)2 %
11 Seiten
Für Google gesperrt1 %
5 Seiten
Keine dieser Lücken (Beschreibung eingerechnet)67 %
430 Seiten
Grundlage: 644 erreichbare Firmenwebseiten, gemessen am 1. Oktober 2026.

Dazu kommen 14 der 663 Adressen aus den Verzeichnissen, die ins Leere führen: Die Domain antwortet nicht mehr, oder es erscheint eine Fehlerseite.

1. Bei fast jeder dritten Seite fehlt die Beschreibung für Google

Die Beschreibung ist der kurze Text, den Google unter dem blauen Titel zeigen kann. Fehlt sie, sucht sich Google selbst einen Ausschnitt aus der Seite, oft Menüpunkte oder einen Satz ohne Zusammenhang. Das schadet nicht direkt der Position, aber es entscheidet mit, ob jemand klickt.

Auffällig: Bei WordPress-Seiten fehlt sie besonders oft, nämlich bei 95 von 247. WordPress setzt die Beschreibung nicht von selbst, dafür braucht es ein SEO-Plugin wie Yoast oder Rank Math, in dem man sie je Seite einträgt. Bei Baukästen wie Wix oder Squarespace ist das Feld fest eingebaut und fehlt deutlich seltener.

Selbst prüfen: Rechtsklick auf die Startseite, «Seitenquelltext anzeigen», nach «description» suchen. Steht dort kein Text, fehlt sie.

2. Jede zwölfte Seite misst mit einem Code, der nichts mehr zählt

54 Seiten binden noch den alten Google-Analytics-Code ein, erkennbar an einer Nummer, die mit «UA-» beginnt, und keinen neueren. Google hat diese Fassung im Juli 2023 abgeschaltet, seither sammelt sie keine Daten mehr. Wer dort nachsieht, wie viele Besucher kommen, sieht seit über zwei Jahren nichts Neues. Der Code lädt trotzdem bei jedem Besuch mit.

Selbst prüfen: Im Seitenquelltext nach «UA-» suchen. Findet sich nur ein solcher Code und keiner mit «G-», misst die Seite nicht mehr. Abhilfe: den alten Code entfernen und, wer Zahlen will, Google Analytics 4 neu einrichten, mit Zustimmung der Besucher.

3. Jede zwanzigste Seite ist nicht für das Handy eingerichtet

32 Seiten fehlt die Angabe, wie sie auf einem Handy dargestellt werden sollen. Das Handy zeigt dann die ganze Computer-Ansicht verkleinert, man muss hineinzoomen, um etwas zu lesen. Google bewertet Seiten nach ihrer Handy-Fassung. Hier hilft selten eine Einstellung, meist ist die Seite so alt, dass sie neu aufgebaut werden muss.

4. Titel, die nichts sagen

Bei 34 Seiten fehlt der Titel, er lautet nur «Home» oder «Startseite», oder es steht noch ein Platzhalter des Baukastens darin. Der Titel ist die blaue Überschrift im Google-Treffer und der Name im Browser-Tab. Steht dort «Home», sieht niemand, um welchen Betrieb es geht und wo er ist. Das ist in jedem System ein Eingabefeld und in wenigen Minuten geändert.

5. Verschlüsselung: fast überall in Ordnung

Hier steht die Region gut da. Nur 11 Seiten landen am Ende unverschlüsselt, dort zeigt Chrome «Nicht sicher» neben der Adresse. Bei weiteren 22 funktioniert die verschlüsselte Fassung zwar, wer die Adresse aber ohne https eintippt, wird nicht automatisch dorthin geleitet. Das Zertifikat ist bei den meisten Schweizer Hostern gratis dabei, die Umleitung meist ein Häkchen.

6. Für Google gesperrt

Bei 5 Seiten steht im Quelltext die Anweisung «noindex». Sie bittet Suchmaschinen, die Seite nicht aufzunehmen, und Google hält sich daran. Fast immer ist das ein Überbleibsel aus der Bauphase: Bei WordPress das Häkchen «Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren» unter «Einstellungen», «Lesen». Wenige Fälle, aber für die Betroffenen der teuerste, denn wer sie bei Google sucht, findet sie nicht.

Womit die Seiten in der Region gebaut sind

Gut ein Drittel der Seiten läuft mit WordPress (247). Auffällig hoch ist der Anteil von Joomla mit 74 Seiten, also mehr als jede zehnte. Danach folgen Wix (35), TYPO3 (21), Jimdo (16), Squarespace (11) und Webflow (6). Bei gut einem Drittel lässt sich das System von aussen nicht eindeutig erkennen, meist sind das Baukästen der Hoster oder individuell programmierte Seiten.

Was heisst das für Dein Unternehmen?

Die gute Nachricht zuerst: Die meisten Betriebe in der Region haben eine solide Seite. Die häufigsten Lücken sind Kleinigkeiten, die niemand bemerkt, weil sie im Alltag nicht stören. Genau deshalb lohnt sich ein Blick. Ein Titel mit Firmenname und Ort und eine Beschreibung, die sagt, was Du anbietest, kosten zehn Minuten und arbeiten danach bei jeder Suche mit.

Wie Deine eigene Seite bei diesen Punkten abschneidet, zeigt Dir der kostenlose Seiten-Check in rund dreissig Sekunden, ohne Anmeldung. Und wenn Du es nicht selbst machen willst: Bei der Webseiten-Hilfe nennen wir Dir den Preis vorher, kleine Anpassungen kosten ab CHF 90.

Häufige Fragen

Welche Firmen wurden geprüft?
Betriebe, die mit ihrer Webseite in den öffentlichen Mitgliederverzeichnissen von acht Gewerbevereinen zwischen Lachen, Einsiedeln und Eschenbach stehen. Gemessen haben wir nur die Startseite, so wie sie jeder Besucher sieht. Namen nennen wir keine.
Ist meine Firma dabei, und wie schneidet meine Seite ab?
Einzelne Ergebnisse veröffentlichen wir nicht. Wie Deine Seite bei denselben Punkten abschneidet, zeigt Dir der kostenlose Seiten-Check unter seewerk.ch/pruefung in rund dreissig Sekunden.
Warum zählt Ihr die Ladezeit nicht mit?
Weil sie stark davon abhängt, wo eine Seite liegt und wann man misst. Bei grossen Baukasten-Plattformen schwankt sie für alle Kunden gleichzeitig. Eine Zahl, die vor allem den Anbieter misst und nicht die Firma, gehört nicht in einen fairen Vergleich.
Ist eine fehlende Beschreibung wirklich ein Problem?
Kein grosses, aber ein unnötiges. Google zeigt dann einen Textausschnitt, den es selbst auswählt, oft Menüpunkte oder einen Satz mitten aus der Seite. Mit einer eigenen Beschreibung entscheidest Du, was jemand unter Deinem Namen liest, bevor er klickt.
Was kostet es, diese Lücken zu schliessen?
Fast alles lässt sich in den Einstellungen der eigenen Seite gratis beheben, wenn man weiss, wo. Wer es abgeben will: kleine Anpassungen kosten bei uns ab CHF 90, mehrere Punkte zusammen ab CHF 190. Den Preis nennen wir vorher.

Lars Donner, Gründer von SEEWERK, Wangen SZ. Ich baue Webseiten für Betriebe am Obersee und Zürichsee und helfe, wenn bestehende Seiten Probleme machen. Die Messung habe ich mit demselben Werkzeug gemacht, mit dem ich jede Seite prüfe, bevor ich etwas dazu sage. Mehr über mich · Über SEEWERK


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