«Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website»
Was die WordPress-Meldung bedeutet, wie Du die Seite zurückholst und wann Du Hilfe brauchst
Statt Deiner Startseite steht nur noch ein Satz, und der klingt bedrohlich. Die gute Nachricht vorweg: Deine Inhalte sind in aller Regel noch da. Meist passen nach einem Update zwei Teile nicht mehr zusammen, und das lässt sich beheben.
Veröffentlicht am 1. Oktober 2026 · von Lars Donner · Lesezeit ca. 5 Min.
Die Meldung heisst: WordPress ist beim Aufbau der Seite auf einen schweren Fehler gestossen, meist in einem Plugin, im Theme oder wegen einer neuen PHP-Version beim Hoster. Seit WordPress 5.2 schickt das System dann eine Mail an die Administrations-Adresse, mit einem Link in den Wiederherstellungsmodus. Darüber lässt sich der Auslöser ausschalten. Ohne Mail geht es über den Zugang zum Hosting. Deine Inhalte sind dabei nicht verloren.
So sieht die Meldung aus
Je nach Sprachfassung von WordPress lautet sie etwas anders. Alle meinen dasselbe:
- «Es gab einen kritischen Fehler auf dieser Website.»
- «Auf dieser Website ist ein kritischer Fehler aufgetreten.»
- «Es gab einen kritischen Fehler auf Ihrer Website.» oder «… auf deiner Website.» (Schweizer Fassungen)
Darunter steht ein Link «Mehr über die Problembehandlung in WordPress erfahren». Tritt der Fehler beim Anmelden oder im Backend auf, kommt ein Zusatz: Man solle den Posteingang der administrativen E-Mail-Adresse auf Anweisungen prüfen. Bei älteren WordPress-Versionen oder abgeschalteten Fehlermeldungen erscheint statt des Satzes oft einfach eine weisse Seite.
Was dahintersteckt
WordPress besteht aus vier Teilen, die alle eigene Updates bekommen: WordPress selbst, die Plugins, das Theme und die PHP-Version auf dem Server des Hosters. Passt einer davon nicht mehr zu den anderen, bricht der Seitenaufbau ab. Die häufigsten Auslöser:
- Ein Plugin-Update, das mit Deiner WordPress- oder PHP-Version nicht zurechtkommt.
- Der Hoster stellt auf eine neuere PHP-Version um, und ein altes Plugin oder Theme läuft damit nicht mehr. Das passiert, ohne dass Du selbst etwas geändert hast.
- Ein Theme-Update, besonders bei gekauften Themes mit eigenen Zusätzen.
- Ein abgebrochenes Update, nach dem Dateien nur halb ersetzt sind.
- Zu wenig Arbeitsspeicher beim Hoster für grosse Seitenbaukästen wie Elementor oder Divi.
Schritt 1: Die Mail von WordPress suchen
Seit WordPress 5.2 gibt es den Wiederherstellungsmodus. Tritt ein kritischer Fehler auf, schickt WordPress eine Mail an die Administrations-E-Mail-Adresse der Seite. Der Betreff lautet sinngemäss «Deine Website hat ein technisches Problem». In der Mail steht, welches Plugin oder Theme den Fehler ausgelöst hat, und ein Link.
Über den Link meldest Du Dich im Wiederherstellungsmodus an. Dort ist der Auslöser nur für Deine Sitzung pausiert, Besucher sehen den Fehler weiterhin. Unter «Plugins» deaktivierst Du das genannte Plugin, oder Du wechselst unter «Design» auf ein anderes Theme. Danach ist die Seite für alle wieder da. Der Link gilt standardmässig einen Tag.
Schritt 2: Keine Mail? Der Weg über das Hosting
Kam keine Mail an, oder liest niemand die hinterlegte Adresse mehr, geht es über den Zugang zum Hosting, also das Kundenkonto bei Deinem Hoster:
- Backup prüfen: Viele Schweizer Hoster sichern Seiten täglich. Ein Backup von vor dem Fehler zurückzuspielen ist oft der schnellste Weg.
- Plugins umbenennen: Im Dateimanager des Hosters den Ordner wp-content/plugins kurz umbenennen, etwa in plugins-aus. WordPress schaltet dann alle Plugins ab. Lädt die Seite, liegt es an einem Plugin. Ordner zurückbenennen und die Plugins einzeln wieder aktivieren, bis der Fehler zurückkommt.
- PHP-Version prüfen: Hat der Hoster gerade umgestellt, lässt sich die vorherige Version in der Verwaltung oft für eine Übergangszeit wieder wählen. Das löst das Problem nicht dauerhaft, holt die Seite aber zurück.
Wichtig: Nichts löschen, was Du nicht kennst, und vorher eine Sicherung machen. Ein gelöschter Ordner mit Uploads lässt sich nicht mehr zurückholen.
Schritt 3: Dafür sorgen, dass es nicht wieder passiert
Läuft die Seite wieder, ist die Ursache noch nicht weg. Das Plugin, das den Fehler auslöste, braucht ein Update, einen Ersatz oder muss entfernt werden. Und die Reihenfolge bei künftigen Updates ist immer dieselbe: zuerst ein vollständiges Backup, dann die Updates einzeln statt alle auf einmal, danach die wichtigsten Seiten und das Kontaktformular prüfen.
Wann Du Hilfe holen solltest
- Du hast keinen Zugang zum Hosting oder weisst nicht, wo die Seite liegt.
- Der Fehler kommt nach dem Ausschalten aller Plugins immer noch.
- Es gibt kein Backup, und die Seite enthält einen Shop oder Buchungen.
- Die Seite zeigt zusätzlich fremde Links oder leitet auf andere Seiten um. Dann ist sie vermutlich gehackt.
Bei der WordPress-Hilfe nennen wir Dir den Preis vorher, einen kritischen Fehler beheben kostet ab CHF 190. Ist die Seite ganz weg und es eilt, ruf direkt an: 055 552 55 05.
Andere Meldungen, die ähnlich aussehen
- «Fehler beim Aufbau einer Datenbankverbindung»: WordPress erreicht seine Datenbank nicht, etwa nach einem Umzug oder bei einer Störung des Hosters.
- «Briefly unavailable for scheduled maintenance», auf Deutsch «Diese Website ist aufgrund planmässiger Wartungsarbeiten vorübergehend nicht verfügbar»: Ein Update wurde abgebrochen, eine Hilfsdatei namens .maintenance blieb liegen.
- «500 Internal Server Error»: ein Fehler auf dem Server, oft ausgelöst durch dieselben Ursachen wie oben oder durch eine fehlerhafte .htaccess-Datei.
Beide WordPress-Meldungen erscheinen oft auf Englisch, auch wenn die Seite deutsch ist, weil WordPress zu diesem Zeitpunkt die Spracheinstellung noch nicht geladen hat.
Häufige Fragen
Sind meine Inhalte jetzt weg?
Warum habe ich keine Mail von WordPress bekommen?
Wie lange ist der Link in der Mail gültig?
Kann ich einfach ein Backup zurückspielen?
Was kostet es, wenn Ihr den Fehler behebt?
Mehr dazu: WordPress-Hilfe · Webseiten-Hilfe · zurück zum Blog